Selbstversuch – Personal Training mit Michèl Gleich

Michèl und ich treffen uns im Spreebogenpark in Berlin Mitte. Direkt an der Spree und bei strahlendem Sonnenschein habe ich heute das erste Personal Training meines Lebens. Michèl kommt mit seinem treuen Begleiter, dem belgischen Schäferhund Manolo. Die Beiden sind ein eingespieltes Team. Manolo begleitet Michèl bei nahezu all seinen Trainingsterminen. So auch heute.

Zu Beginn erklärt er mir was wir heute vorhaben. Wir trainieren nur mit dem eigenen Körpergewicht. Außer einer Trainingsmatte und einem Springseil brauchen wir kein Equipment für unser heutiges Training. Dafür binden wird das, was uns der Park bietet in unser Training ein. Bänke, Bäume und Stufen sind alles was wir noch zum Trainieren brauchen.
Unser gemeinsames Training beginnen wir mit einem Warm-up. Seilspringen. Das mochte ich schon zu Schulzeit. Los geht’s. Einbeinig, zweibeinig, rückwärts. Alles noch kein Problem. Michèls Adleraugen entgeht dabei nichts. Selbst, dass ich meine Füße nicht gleichmäßig auf den Boden aufsetzten. Ich belaste ein Bein mehr als das andere. Sofort erklärt er mir, wie ich dem zukünftige entgegenwirken kann. Mit einbeinigem Springseilspringen rückwärts, beenden wird die Aufwärmphase. Warm ist mir jetzt definitiv.

“Von nichts kommt nichts“

Weiter geht es mit Michèls eigens entwickeltem Fitnesstest. Fünf Übungen, die ihm helfen mein Fitnesslevel besser einzuschätzen. Jumping Jacks und wechselseitige Ausfallschritte auf Zeit. Auch hier schneide ich noch ganz gut ab. Auf zwei dynamische Übungen folgen drei statische Übungen. Von den Ausfallschritten beansprucht, werden meine Beine nun schon etwas schwerer. Drei verschiedenen Übungen, drei mal so lange die Position halten, wie ich kann. Und bereits hier stoße ich an meine Grenzen. Meine Beine zittern und ich kann mich kaum noch halten. Nach 45 Sekunden Wandsitz bzw. Baumsitz versagt meine Kraft. Nach einer kurzen Pause geht es sofort weiter auf die Matte für Übung Nr. 4. Diesmal sind die Arme dran gefolgt von einer Ganzkörperübung. Den Test habe ich damit hinter mir. Mit mehr oder weniger gutem Ergebnis. Aber darum geht es ja auch nicht. Wir sind schließlich hier um zu trainieren.

Michèl erkundigt sich immer wieder wie ich mich fühle. Eigentlich ziemlich gut. Die Übungen machen mir Spaß. Dass das hier kein Zuckerschlecken wird, das dachte ich mir schon. Und wir wissen ja alle: „Von nichts kommt nichts“.
Nach den ersten zwanzig Minuten unseres Training bin ich zwar schon ziemlich erschöpft aber meine Laune ist bestens. Eine spannende Erfahrung, die in mir den Wunsch weckt, besser zu werden. Besonders der Fitnesstest hat es mir angetan. Ich nehme mir fest vor zukünftig mehr zu trainieren, um meine Leistung zu steigern.

Zwischen unseren Übungen erklärt mir Michèl, dass es für ihn wichtig ist, sich nicht nur am Fitnesslevel einer Person zu orientieren. Die Leistung hängt sowohl von der körperlichen, als auch von der seelischen Verfassung ab. Das heißt im Training gegebenenfalls auch mal Abstand vom gewohnten Fitnesslevel zu nehmen und Übungen und Intensität an die aktuelle Tagesform anzupassen. Mal kann das bedeuten das Training etwas leichter zu gestalten oder wie in meinem Fall um eine “gemeine“ Übung zu ergänzen. Doch dazu später mehr.

Mit Squat Jumps in Richtung Muskelkater

Als nächstes machen wir eine Art Zirkel-Training. Eine Übung mit jeweils drei aufeinander folgenden Sätzen. So viele Wiederholungen, wie ich in der vorgegebenen Zeit schaffe.
Aufmerksam beobachtet Michèl meine Übungsausführung und korrigiert mich, wenn ich mich hängen lasse. Er lässt mir keine Chance zu schummeln. Und so gebe ich mir Mühe und mache so viele Wiederholungen, wie ich kann. Bei jedem „Stop“ von Michèl verspüre ich eine kurze Erleichterung, geschafft, erstmal.
Manolo liegt entspannt auf der Wiese und kaut auf seinem Ball rum. Kurz beneide ich ihn aber dann geht es auch schon weiter zur nächsten Übung. Diesmal bezieht Michèl die Parkbank mit in unser gemeinsames Training ein. Aus sitzender Position soll ich nun mit nur einem Bein aufstehen. Kommt mir erstmal ziemlich schwer vor. Funktioniert dann aber doch ganz gut. Zu gut. Michèl achtet genau darauf, wie ich die Übungen ausführe und ob da nicht noch mehr geht. Wir erhöhen die Übungsdauer um fünf Sekunden. Nach einigen weiteren Übungen beenden wir unser Training mit Squat Jumps. Gar nicht so leicht nach dieser Trainingseinheit. Ich beiße noch mal die Zähne zusammen und dann ist auch schon alles vorbei. Ich bin erledigt, erschöpft und glücklich, alles zugleich.
Wie mir Michèl später gesteht, waren die Squat Jumps gar nicht geplant. Dank meiner halbwegs starken Beine, hat er sich jedoch spontan dazu entschieden, diese wunderbare Übung in unser Training aufzunehmen. An dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an Michèl für den darauf folgenden Muskelkater.

Personal Training für den persönlicher Erfolg

Das Training mit Michèl als Personal Trainer an meiner Seite unterscheidet sich grundlegend von meinem Training in Eigenregie. Trotz Fitness-Vorerfahrung fühle ich mich zwischendurch immer wieder als hätte ich gerade erst mit dem Fitnesstraining begonnen.

Personal Training im Spreebogenpark in Berlin

Personal Trainer Michèl Gleich mit Hund Manolo

Was das Personal Training für mich ausmacht, ist die professionelle Anleitung von Übungen, die genau zu mir und meinem Fitnesslevel passen. Ich vertraue meinem Trainer und seiner Einschätzung meiner Fähigkeiten. Während dieser einen Stunde kann ich mich nur auf mich selbst konzentrieren. Um alles andere kümmert sich mein Personal Trainer.
Ebenso wichtig ist für mich der Ansporn. Michèls Worte motivieren mich, bei jeder Übung mein bestes zu geben. Ob das Lob für meine sportliche Leistung oder der Countdown, den er runter zählt, es hilft mir, mich zu konzentrieren und durchzuhalten. Wo ich sonst im Training aufgebe, fordert er noch eine letzte Wiederholung. Mit meiner letzter Kraft gelingt sie mir. Diese Wiederholung steht dabei nicht nur dafür, dass ich mein volles sportliches Potenzial ausgeschöpft habe, sondern auch dafür, dass ich es schaffen kann über meine Grenzen hinaus zu gehen. Für heute ist jede dieser zusätzlichen Wiederholungen mein ganz persönlicher Erfolg.

Das Ergebnis des Fitnesstest lässt mir allerdings noch immer keine Ruhe. Dachte ich doch eigentlich relativ fit zu sein, beweist mir mein Ergebnis nun das Gegenteil. Nicht schlecht aber auch nicht das, was ich erwartet hatte. Und so beginnt mein erstes Selbstexperiment. In acht Wochen sehen Michèl und ich uns wieder. Diesmal will ich mit Bestnote abschneiden.

Personal Trainer Michèl Gleich

Michèl Gleich ist bester Personal Trainer -Newcomer des Jahres 2015 und wurde für seine Arbeit mit dem renommierten NEOS Award ausgezeichnet. Selbst ist er Sportler durch und durch. Als Profi-Athlet hat er schon an der Natural-Bodybuilding Weltmeisterschaft in den USA teilgenommen und eine Medaille mit nach Hause gebracht. Aktuell wird sein erstes Buch “Gestern hast Du morgen gesagt“ veröffentlicht. Wer also auch gerne mal nach Michèls Trainingsphilosophie trainieren möchte, der kann dies mit seinem Buch über Training, Ernährung und Motivation tun. Ansonsten gibt er regelmäßig Trainingseinheiten für den guten Zweck. Jeder gibt für sein Training soviel er kann. Der Erlös wird zu 100% gespendet.

Sarah Semmler

Über den Autor

Sarah Semmler

Sarah ist u.a. A-lizensierte Functional-Fitnesstrainerin, Pilates Trainerin und Resilienz Trainerin. Bereits in der Kindheit hat sie ihre Leidenschaft für den Sport entdeckt und war aktives Mitglied im Leichtathletik Verein. Auch Reiten, Schwimmen und Tanzen gehörten schon damals zu ihren Hobbies.


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